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Auswahl

Welchen Kabelschutzschlauch wählen: PA, PP oder Metall?

Kurze AntwortPA6 für den Standardmaschinenbau innen, PA12 bei Kälte, Chemie oder Dauerbewegung, PP bei Säuren und Laugen ohne mechanische Anforderungen, Metall (verzinkter Stahl oder Edelstahl mit PVC-Mantel) bei Hitze, Schweißspritzern oder Nagern. Erst danach Nennweite und Verschraubungen desselben Systems festlegen.

6 Min. LesezeitAktualisiert

kast / cabinetdruppelbocht / drip loopslang / conduit
Abbildung: Schlauchverlauf mit Tropfschlaufe und Zugentlastung beidseitig des bewegten Teils.

Schritt 1: Welches Material passt zur Umgebung?

PA6 ist das Arbeitspferd: schlagzäh, selbstverlöschend und günstig, einsetzbar von −40 bis +105 °C. PA12 kostet mehr, nimmt kaum Feuchtigkeit auf, bleibt bei −60 °C flexibel und verträgt Öl und Kühlschmierstoff besser. PP ist chemisch am stärksten, mechanisch am schwächsten; für Spül- und Galvanikanlagen, nicht für bewegte Strecken.

Metallschläuche, sobald Hitze, Funken oder mechanische Beschädigung im Spiel sind. Ein verzinkter Wickelschlauch mit PVC-Mantel ist dicht und robust; eine Edelstahlausführung ohne Mantel verträgt höhere Temperaturen, ist aber nicht flüssigkeitsdicht.

Schritt 2: geschlossenes, geschlitztes oder geteiltes Profil?

Nur ein geschlossener Schlauch erreicht eine Schutzart, die Leitungen müssen aber eingezogen werden. Ein geschlitzter Schlauch wird um eine konfektionierte Leitung geklipst — praktisch beim Retrofit, aber maximal IP40. Geteilte Schläuche mit Scharnier liegen dazwischen und sind mit Dichtlippe spritzwassergeschützt.

  • Geschlossen: IP66 bis IP69K möglich, Leitungen vor der Montage einziehen.
  • Geschlitzt: Nachrüstung, keine Dichtheit, ideal für Wartung.
  • Geteilt mit Dichtlippe: Kompromiss für Staub und Spritzwasser.

Schritt 3: Welches Verschraubungssystem gehört dazu?

Schlauch und Verschraubung bilden ein System: Die Verschraubung greift in die Wellung genau dieser Marke. Kunststoff (PA) für Standard, vernickeltes Messing bei Vibration und EMV, Edelstahl für Food oder Außenbereich. Auf Gewindetyp (metrisch M oder PG) und Wandstärke achten.

Was ändert sich bei bewegter Anwendung?

Am Roboterarm oder in bewegten Strecken zählt der dynamische Biegeradius: 1,5 bis 2 mal den statischen Wert ansetzen. Drehbare Verschraubungen am bewegten Ende, großzügige Schlaufe statt Knick, Zugentlastung direkt hinter beiden Verschraubungen.

TabelleMaterialauswahl Schutzschläuche
MaterialTemperaturStark beiVermeiden bei
PA6−40…+105 °CMachinebouw, slagvastContinu vocht
PA12−60…+120 °CKoude, olie, bewegingBudgetprojecten
PP−20…+100 °CZuren, logenSleepbaan, slag
Staal + PVC−30…+105 °CSpatten, knaagdierenSterk zuur milieu
RVS blank−60…+300 °CHitte, vonkenDichtheidseisen

Häufige Fragen

Lohnt sich der Mehrpreis für PA12?
Bei fester Installation innen selten. Bei Kälte, Außeneinsatz, Öl oder täglicher Bewegung ja: PA12 bleibt flexibel und reißt bei Kälte nicht.
Darf ein Schutzschlauch in einer Energiekette laufen?
Besser nicht. Ein Schlauch in der Kette erhöht Reibung und Volumen und verhindert freie Bewegung. In der Kette lose Leitungen mit Trennstegen, den Schlauch erst an der Festpunktseite.
Welcher Schlauch übersteht Hochdruckreinigung?
Ein glatter PA-Schlauch mit Edelstahlverschraubungen und IP69K-Zulassung. Offene Profilnuten vermeiden.

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